6. Abrahamitisches Symposium

6. Abrahamitisches Symposium

„Sind die Religionen mit den Menschenrechten vereinbar?“

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.” So lautet der 1. Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948. Nach den Schrecken des 2. Weltkriegs, den ungeheuerlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verpflichteten sich die Mitgliedsstaaten zur Achtung des Rechts auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person, des Rechts auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit. Dazu gehören das Verbot von Folter, erniedrigender Behandlung und Diskriminierung. Diese Rechte sollen gelten “ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.” Obwohl alle Staaten, die den Vereinten Nationen beigetreten sind, verpflichtet sind die Menschenrechte im eigenen Land zu gewährleisten und zu schützen, kommt es in mehr als 120 Ländern regelmäßig zu Menschenrechtsverletzungen.

Noch nie waren so viele Menschen aufgrund von Gewalt, Vertreibung und Krieg gezwungen, ihre Heimat zu verlassen wie heute. Nach offiziellen Angaben des UN Flüchtlingshilfswerks sind 66,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Besonders erschreckend dabei ist, dass Despoten sogar die Religion funktionalisieren und missbrauchen, um selbst noch schwerste Menschenrechtsverletzungen zu rechtfertigen. Was können wir ihnen entgegensetzen? Was können die Religionen dazu beitragen, solchen Missbrauch aufzudecken und die Menschen zu einem friedlichen Miteinander auf der Basis der allgemeinen Werte und Normen zu bewegen? Sind unsere Religionen überhaupt und wie mit den Menschrechten vereinbar? Was lehren und vertreten sie?

Das diesjährige 6. Abrahamitische Symposium möchte den Gründen und Fakten der Missachtung der Menschenrechte nachgehen, Möglichkeiten und Wege zur Besserung der Situation aufzeigen und praktische Modelle präsentieren, wie in unserem eigenen Land darauf hin gearbeitet werden kann.



Thema: Sind die Religionen mit den Menschenrechten vereinbar?

Tag: 28.11.2018

Uhrzeit: 9:00 – 16:30 Uhr

Tagungsort: Eberhardt-Karls Universität Tübingen / Großer Senat

Münzgasse 30, 72070 Tübingen

Anmeldung per E-Mail: info@gfd-bw.de

 

 

 

ReferentInnen:

Otto Böhm, M.Sc., Nürnberger Menschenrechtszentrum

Prof. Dr. Peter Kirchschläger, Universität Luzern

Prof. Dr. Urs Baumann, Universität Tübingen

Dr. Joel Berger, Landesrabbiner a.D.

Dr. Muhammad Sameer Murtaza, Stiftung Weltethos

Omar Fino Ramírez, CI Romero

Karl-Hermann Blickle, S.H.A.R.E

N.N.

 

Anmeldung via Email: info@gfd-bw.de